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28 Days Later
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28 Days Later, auch 28 Tage spÀter,cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] ist ein 2002 gedrehter britischer Endzeit-Horror-Thriller von Danny Boyle nach einem Drehbuch von Alex Garland.
Der Film thematisiert den Zusammenbruch der Gesellschaft durch die Verbreitung eines hochansteckenden und tödlichen Virus im England der Jahrtausendwende und zeigt die Flucht von vier Ăberlebenden aus dem von Infizierten bevölkerten London.
In den deutschen Kinos lief der Film am 5. Juni 2003 an, in den österreichischen einen Tag spĂ€ter. Die Fortsetzung 28 Weeks Later kam in Deutschland am 30. August 2007 und in Ăsterreich am Folgetag in die Kinos.
Contents
âą Handlung
âą Prolog
âą Haupthandlung
âą Epilog
âą Hintergrund
âą Synchronisation
âą Rezeption
âą Auszeichnungen
âą Musik
âą Fortsetzungen
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Handlung
Prolog
Der Film spielt im England der frĂŒhen 2000er. Im Prolog sind einige Fernsehbildschirme mit verschiedenen gewalttĂ€tigen Inhalten wie StraĂenschlachten und PolizeieinsĂ€tzen zu sehen. Ăber eine Ăberwachungskamera wird gezeigt, wie eine Gruppe von Tierschutzaktivisten nachts in die medizinische Abteilung der UniversitĂ€t in Cambridge eindringt, um Schimpansen, denen die erwĂ€hnten Fernsehszenen offenbar zu Versuchszwecken gezeigt werden, zu befreien. Einer der Forscher ĂŒberrascht sie bei der Befreiungsaktion und löst Alarm aus, wird jedoch festgehalten. Er versucht, die Eindringlinge davon abzuhalten, die KĂ€fige zu öffnen, da die Tiere mit âWutâ infiziert seien, einem hochansteckenden und potentiell tödlichen Virus. Der Erreger verwandele den Betroffenen innerhalb von nur zehn bis zwanzig Sekunden in einen instinktgesteuerten Berserker ohne menschliche Vernunft, der jeden Nichtinfizierten sofort angreife und somit ebenfalls infiziere. Eine Aktivistin befreit kurz darauf dennoch einen Schimpansen, der sie sofort anfĂ€llt, mit dem Virus infiziert und in eine rasende Bestie verwandelt. Sie spuckt einem anderen Aktivisten wenige Sekunden spĂ€ter Blut ins Gesicht und ĂŒbertrĂ€gt damit das Virus auch auf ihn, woraufhin eine fatale Kettenreaktion in Gang gesetzt wird.
Haupthandlung
28 Tage spĂ€ter wacht der Fahrradkurier Jim nach einem Unfall mit einem LKW in der Intensivstation des Londoner St Thomasâ Hospital aus dem Koma auf. Auf der Suche nach dem Personal wandert er durch die verlassenen GĂ€nge und Zimmer, kann aber niemanden finden. Wie nach einem Ăberfall liegen ĂŒberall umgestĂŒrzte Möbel, Klinikutensilien und AbfĂ€lle auf dem Boden. Völlig verstört lĂ€uft er danach auch durch menschenleere StraĂen, in ganz London scheinen nur noch Tauben zu leben.
Als die DĂ€mmerung hereinbricht, sucht Jim, der noch immer an den Folgen seines Fahrradunfalls leidet, Unterschlupf in einer Kirche. Auf dem Boden tĂŒrmen sich zu seinem Entsetzen Berge von Leichen. Ein plötzliches GerĂ€usch macht ihn auf einen Priester aufmerksam. Dessen schnelle Bewegungen, blutunterlaufene Augen, krankhafte Zuckungen und gellende Schreie lassen Jim wieder zurĂŒck auf die StraĂe fliehen. Mehr und mehr Infizierte werden vom LĂ€rm angelockt und Jim lĂ€uft in Panik und Verwirrung durch die StraĂen, verfolgt von einer immer gröĂer werdenden blutgierigen Meute.
Die plötzliche Explosion eines Molotowcocktails kĂŒndigt den Auftritt von Selena und Mark, zweier weiterer Ăberlebender, an. Nach einer gewagten Rettungsaktion, bei der viele der Verfolger und eine Tankstelle in Flammen aufgehen, bringen sie Jim in ein mit einem Rollgitter versehenes KleingeschĂ€ft in einer Londoner U-Bahn-Station, wo sie ihm die allgemeine Lage und die Auswirkungen der Infektion erklĂ€ren: Sie wird durch das Blut ĂŒbertragen und befĂ€llt innerhalb von Sekunden den gesamten Organismus. Die Seuche hat sich inzwischen schon ĂŒber ganz GroĂbritannien ausgebreitet, Selena berichtet von Ă€hnlichen VorfĂ€llen in Paris und New York City.
Selena und Mark stimmen widerwillig zu, den noch immer unter Schock stehenden Jim in den Stadtteil Deptford zu begleiten, um dort dessen Eltern zu suchen. Jim entdeckt seinen Vater und seine Mutter tot auf einem Bett liegend im Obergeschoss, wo sie mittels Schlaftabletten Suizid begangen haben. In ihrem Abschiedsbrief wĂŒnschen sie Jim, dass er nie mehr aus dem Koma aufwachen möge. Als sie dort ĂŒbernachten, werden sie von infizierten Nachbarn angegriffen. Mark erleidet bei der Abwehr eine offene Wunde. Obwohl er noch keine Anzeichen einer Infizierung zeigt, tötet Selena ihn sofort mit ihrer Machete. Jim ist darĂŒber entsetzt, doch Selena erklĂ€rt, dass es in solchen FĂ€llen keinen anderen Ausweg mehr gebe.
Sie fliehen aus Jims Haus, da laut Selena bald noch mehr Infizierte auftauchen werden, entdecken wenig spĂ€ter mehrfarbig blinkende Lichter an einem Hochhausfenster und begeben sich dorthin. Nachdem sie am Eingang einen aus Einkaufswagen errichteten Schutzwall ĂŒberwunden haben, finden sie den Taxifahrer Frank und dessen Tochter Hannah, die sich in ihrer Wohnung verbarrikadiert haben. Da deren WasservorrĂ€te fast aufgebraucht sind, suchen auch sie dringend nach einem neuen Unterschlupf.
Am nĂ€chsten Morgen zeigt Frank ihnen mittels eines KurbelempfĂ€ngers ein sich immer wiederholendes, da aufgezeichnetes Radiosignal. In der NĂ€he von Manchester soll ein Trupp Soldaten unter FĂŒhrung eines gewissen Major Henry West eine Antwort auf die Seuche gefunden haben und lĂ€dt alle Ăberlebenden ein, sich ihnen anzuschlieĂen. Frank wollte zuerst nicht dorthin aufbrechen, um zu vermeiden, dass Hannah alleine zurĂŒck bliebe, falls ihm etwas zustöĂt. Da ihnen sonst keine weiteren Optionen bleiben, macht sich die neue Gemeinschaft in Franks Black Cab auf die gefĂ€hrliche Reise nach Norden. Die FlĂŒchtlinge versorgen sich vorher noch in einem Supermarkt mit allen nötigen VorrĂ€ten und fahren dann durch einen Tunnel, obwohl sich Jim dagegen ausspricht. Als Frank zwischen den verlassenen Autos durchfĂ€hrt, die die Fahrbahn blockieren, hat sein Wagen plötzlich eine Reifenpanne. WĂ€hrend des Radwechsels strömen plötzlich hunderte Ratten vorbei, die vor einer Horde Infizierter fliehen. Bevor diese aber die Gruppe erreichen, können sie das Reserverad noch festschrauben, ins Auto springen und weiterfahren.
Man macht spĂ€ter Rast an einem sicheren Ort in einem Seepark. Hier kommt es zu einer ersten amurösen AnnĂ€herung zwischen Jim und Selena, die ihn auf die Wange kĂŒsst. Nach einer Nacht im Freien schreckt Jim morgens hoch â allein. Die anderen scheinen ihn zurĂŒckgelassen zu haben. Diese Sequenz entpuppt sich kurz darauf aber nur als Albtraum, als Frank ihn aufweckt. Jim bedankt sich spontan: âDanke, Dad.â Das Motiv der Furcht vor dem Verlassensein wird daraufhin wiederholt: Als Jim am Morgen tatsĂ€chlich in der RealitĂ€t erwacht, sieht er sich wiederum allein. Aber das Auto steht schon mit laufendem Motor in der NĂ€he. Die anderen haben schon gepackt und warten nur noch auf ihn.
Als sie schlieĂlich den Stadtrand von Manchester erreichen, werden ihre Hoffnungen jedoch bitter enttĂ€uscht: Fast die gesamte Stadt steht in Flammen. Bei einer StraĂensperre, wo auch einige Leichen liegen, wird Frank infiziert, als von einem Toten ein Blutstropfen direkt in sein Auge fĂ€llt. Verzweifelt versucht er noch, seine Tochter Hannah zu warnen, schon nach wenigen Sekunden greift er die anderen â auch seine Tochter â an. Selena fordert Jim auf, Frank zu töten, nach kurzem Zögern will Jim dem auch nachkommen, doch im letzten Augenblick wird Frank von plötzlich auftauchenden Soldaten erschossen. Hannah ist durch den Tod ihres Vaters am Boden zerstört und wird von Selena getröstet.
Jim, Selena und Hannah werden von den Soldaten in einem MilitĂ€rfahrzeug in eine Villa auf dem Land gebracht, in welcher sich die Soldaten verschanzt haben. Dank eines Minenfeldes und einer stabilen UmzĂ€unung kann ein Angriff einer groĂen Horde Infizierter zurĂŒckgeschlagen werden. Die Soldaten haben genĂŒgend VorrĂ€te angelegt und scheinen somit genau den Zufluchtsort zu bieten, den die Gruppe gesucht hat. Auf dem GelĂ€nde wird ein angeketteter Infizierter beobachtet; es soll herausgefunden werden, wie lange es dauert, bis Infizierte verhungern. Als ein Soldat Selena sexuell belĂ€stigt, erklĂ€rt Major Henry West Jim, dass er seinen MĂ€nnern Frauen versprochen hat, um ihnen Hoffnung zu geben.
Jim versucht daraufhin, mit Selena und Hannah zu fliehen, wird aber von den Soldaten ĂŒberwĂ€ltigt und spĂ€ter in einen Wald gebracht, um dort hingerichtet zu werden. Ihm gelingt jedoch die Flucht â allerdings in das von den Infizierten beherrschte Gebiet jenseits der Schutzmauer â fĂŒr ihn faktisch ein Todesurteil. Verzweifelt und zu Tode erschöpft sackt er zu Boden und bleibt auf dem RĂŒcken liegen. Beim Blick in den Himmel sieht er ein Strahlflugzeug in groĂer Höhe â anscheinend ein Linienjet. Jim schöpft durch diesen Anblick neue Kraft und glaubt, nun wieder auf eine Zukunft hoffen zu dĂŒrfen. Er kehrt zurĂŒck in die Villa, und es gelingt ihm schlieĂlich mit Hilfe des Infizierten, den er aus sicherer Entfernung befreit, die Soldaten zu ĂŒberrumpeln. Der Infizierte tötet in atemberaubender Geschwindigkeit einen GroĂteil von ihnen oder infiziert sie. Die Ăbrigen erledigt Jim.
Nachdem Jim Selena in die Arme geschlossen und gekĂŒsst hat, gelingt es den dreien, mit Franks Taxi zu fliehen. Dabei werden sie jedoch von Major West ĂŒberrascht, der ihnen im Taxi auflauert und Jim anschieĂt. Dieser sackt in Selenas Arme. Hannah, die sich bereits ans Steuer gesetzt hat, fĂ€hrt mit Vollgas nach hinten, wo der Infizierte lauert. Dieser durchbricht die Heckscheibe des Wagens und zerrt West aus dem Wagen. Selena und Jim retten sich ins Auto. Die drei durchbrechen das Stahltor der Einfahrt und flĂŒchten vom GelĂ€nde. In der nĂ€chsten Sequenz ist zu sehen, wie die ausgebildete Apothekerin Selena in einem leerstehenden Raum versucht, Jim mit einer Spritze und Wiederbelebungsversuchen das Leben zu retten.
Epilog
Der Film endet mit einem Epilog weitere 28 Tage spÀter.
Wieder erwacht Jim scheinbar allein. Die FlĂŒchtlinge leben in einem abgelegenen Cottage in Cumbria. Sie haben ein riesiges, aus Stoff genĂ€htes Transparent â auf dem âHelloâ steht â ausgebreitet. Es wird von einem anscheinend regelmĂ€Ăig vorbeifliegenden AufklĂ€rungsflugzeug gesichtet, welches unterwegs ist, um nach Ăberlebenden zu suchen. Der Pilot fordert zur Rettung der FlĂŒchtlinge einen Helikopter an. In dieser Endsequenz erscheinen auch Szenen, in denen man verhungernde Infizierte sieht.
Ein Unterschied besteht zwischen der englischen Original- und der deutschen Synchronfassung: Als Jim und die beiden Frauen den Schriftzug âHelloâ auf der Wiese ausbreiten und das finnische AufklĂ€rungsflugzeug (Typ Hawker Hunter,cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] allerdings mit Zeichen der Royal Air Force) ĂŒber sie hinwegfliegt, spricht der Pilot aus dem Off in sein FunkgerĂ€t in deutscher Sprache: âDie Suche hat sich gelohnt.â In der englischen Fassung funkt er auf Finnisch: âLĂ€hetĂ€tkö helikopterin?â (âKönnen Sie einen Helikopter schicken?â)
Alternatives Ende
Neben der Kinoversion existiert ein alternatives Ende, in dem Jim seine Schussverletzung nicht ĂŒberlebt. Selena und Hannah bringen den Verwundeten in ein verlassenes Krankenhaus, können sein Leben aber trotz gröĂter BemĂŒhungen nicht retten. Nach kurzer Trauer nehmen die Frauen ihre Waffen auf und gehen durch einen langen Korridor, dessen TĂŒren sich im Bildvordergrund langsam schlieĂen, bis die Szene in Schwarz ĂŒberblendet.
Wie Boyle und Garland in den DVD-Kommentaren berichten, war dieses Ende dem Testpublikum zu dĂŒster, woraufhin es durch das letztendlich verwendete ersetzt wurde.
Das alternative Ende wurde ab dem 25. Juli 2003 hinter dem Abspann und der Einblendung â⊠what ifâ in US-Kinos gezeigt und bereits zuvor auf der britischen DVD-Version veröffentlicht.cite-ref-10[10]
Hintergrund
Der Film zeigt in drastischen Bildern die Gefahren, die von einer Virusepidemie ausgehen könnten. Besondere Brisanz und AktualitĂ€t erhielt der Film, da zur Zeit seiner Premiere die ersten FĂ€lle der Lungenkrankheit SARS auftraten und fĂŒr Schlagzeilen und Unsicherheit in der Bevölkerung sorgten. SARS wird durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektion ĂŒbertragen.
Die in dem Film gezeigten Symptome der Infizierten weisen zudem Ăhnlichkeiten mit denen der Krankheit Tollwut auf. Auch diese Krankheit wird durch den Kontakt mit Blut beziehungsweise Speichel ĂŒbertragen, und die Infizierten sind nach dem Ausbruch der Krankheit unfĂ€hig zu sprechen. Die gröĂten Ăhnlichkeiten in Bezug zu dem âWut-Virusâ aus 28 Days Later sind Symptome der Tollwut-Infizierten, wie leichte Reizbarkeit und erhöhte AggressivitĂ€t. Jedoch betrĂ€gt die Inkubationszeit bei Tollwut in der Regel drei bis zwölf Wochen, ist also viel lĂ€nger als die der Krankheit aus dem Film, die bereits nach Sekunden Symptome zeigt.cite-ref-11[11]
Der Begriff âZombieâ wird im Film nie genannt, da es sich bei den Infizierten nicht um wiederauferstandene Tote, sondern um lebendige und lediglich vom Virus befallene Menschen handelt. Das Konzept von Infizierten mit rapider Mutation und dem aggressiven Verlangen, Menschen zu beiĂen, bildet jedoch ebenso die Grundlage von gleichzeitigen oder spĂ€teren Filmen wie Resident Evil (2002), Dawn of the Dead (2004) oder World War Z (2013), die alle meist den Zombiefilmen zugerechnet werden.
Regisseur Boyle nennt in den DVD-Kommentaren den Science-Fiction-Roman Die Triffids (1951) von John Wyndham als Inspirationsquelle fĂŒr den Drehbuchautor Garland.cite-ref-12[12]
Bei geschÀtzten Produktionskosten von 8 Millionen US-Dollar spielte der Film in den Kinos weltweit rund 83 Millionen US-Dollar ein, davon rund 45 Millionen US-Dollar im Vereinigten Königreich.cite-ref-13[13]
Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation entstand durch Interopa Film nach einem Dialogbuch von Tobias Meister, der auch die Dialogregie fĂŒhrte.cite-ref-synchronkartei-14-0[14]
| Darsteller | Synchronsprecher [ 14 ] | Rolle |
|---|---|---|
| Alex Palmer | Thomas Nero Wolff | Aktivist |
| Ricci Harnett | Tobias Meister | Corp. Mitchell |
| Brendan Gleeson | Roland Hemmo | Frank |
| Megan Burns | Millie Forsberg | Hannah |
| Cillian Murphy | Marcel Collé | Jim |
| Christopher Eccleston | Bernd Vollbrecht | Major Henry West |
| Noah Huntley | Peter Flechtner | Mark |
| Luke Mably | Viktor Neumann | Private Clifton |
| Leo Bill | Kim Hasper | Private Jones |
| Stuart McQuarrie | Bernd Schramm | Sergeant Farrell |
| David Schneider | Lutz Schnell | Wissenschaftler |
| Naomie Harris | Tanja Geke | Selena |
Rezeption
Diedrich Diederichsen urteilt, âliest man diesen Film politisch, dann bietet er dem jugendlichen Eskapismus an, sich durch einen Ă€sthetisierten Kriegertypus mit einer barbarisch und ganz frei gewordenen Marktkonkurrenz zu identifizieren. Die Logik des PrĂ€ventiven und der Dauerverdacht der Seuche sind die sehr aktuellen Codes, in die sich das KonkurrenzverhĂ€ltnis naturgesetzartig einschreibt. Es wird ĂŒbersetzt in einen Kampf aller gegen alle, bei dem es vor allem darauf ankommt, schnell den Infizierten zu finden und ihn ebenso schnell zu töten.âcite-ref-filmzentrale-17-0[17] Er resĂŒmiert, ânur wo die Zivilisation ganz aufgehört hat, im ewigen Gemetzel einer zur Barbarei befreiten Konkurrenzlogik, herrscht die gute IntensitĂ€t des kriegerischen Lebensâ.cite-ref-filmzentrale-17-1[17]
Nach Urteil der Redaktion des Lexikon des internationalen Films ist 28 Days Later ein âdĂŒster-deprimierender Horrorfilm, der fern jeder ironischen Brechung ein radikales Endzeitszenario entwirft. Formal konsequent inszeniert, verstĂ€rkt die stumpfe, farbmindernde und grobkörnige Ăsthetik der verwendeten DV-Kamera den auch visuell beklemmenden Eindruck.âcite-ref-ldif-18-0[18] Sie vergab vier von fĂŒnf möglichen Punkten.cite-ref-ldif-18-1[18]
Der Schriftsteller Stephen King beschrieb den Film als âwĂŒtenden (und manchmal auch wĂŒtend machenden) Zombiefilm, der auf Digitalvideo im He-schau-mir-zu-Stil von Danny Boyle gedreht wurde und an dem das Bemerkenswerteste die Anfangssequenz ist.â Sie spiele âin einem gespenstig verlassenen London, nachdem ahnungslose TierschĂŒtzer eine Lebende-Toten-Art von Plage auf die Menschheit losgelassen haben.â In seinem Dokumentationsstil sĂ€he man auch hier wieder âden Einfluss von Blair Witch Project.âcite-ref-danse-macabre-19-0[19]
Auszeichnungen
âą Empire Award 2003
âą NeuchĂątel International Fantastic Film Festival: bester Film
âą Saturn Award 2004
âą Nominierung fĂŒr den British Independent Film Award 2003
âą Nominierung fĂŒr den Chlotrudis Award 2004
âą Nominierung beim CinĂ©nygma â Luxembourg International Film Festival 2003
âą Nominierung fĂŒr den International Fantasy Film Award bei Fantasporto 2003
âą Nominierung fĂŒr Hugo Awards 2004
âą Nominierung fĂŒr International Horror Guild Award 2004
âą diverse individuelle Auszeichnungen
Musik
Die Musik wurde von John Murphy komponiert. Charakteristisch fĂŒr die Filmmusik ist der an Rockmusik erinnernde Stil und die eher einfache AusfĂŒhrung der StĂŒcke. Besonders auffĂ€llig ist hierbei der hĂ€ufige Einsatz der E-Gitarre mit sich stĂ€ndig wiederholenden Noten- und Akkordfolgen. Das StĂŒck In The House â In A Heartbeat verfolgt diesen Stil sehr markant und wurde fĂŒr die Fortsetzung 28 Weeks Later als 28 Theme betitelt, da es einen hohen Wiedererkennungswert hat. Die Musik stellt als solche einen Kontrast zur herkömmlichen Filmmusik dar, da hier komplett auf ein orchestrales Arrangement verzichtet wird und teilweise die Stimmung der StĂŒcke einen Gegensatz zur Handlung des Films darstellen.
Im Film und auf dem Soundtrack-Album sind auĂerdem Titel von Brian Eno, Grandaddy und der britischen Band Blue States zu hören, sowie im Film, aber nicht auf dem Album eine geschnittene Version des zweiten Satzes des StĂŒckes East Hastings vom Album FâŻAâŻâ der kanadischen Band Godspeed You! Black Emperor. Dieses Album bezeichnete Regisseur Danny Boyle als wichtige Inspiration bei der Produktion des Films.cite-ref-20[20]
⹠CD-Veröffentlichung: 28 Days Later. Original Motion Picture Soundtrack. Music by John Murphy. Xl/Beggars (Indigo) 2003
DVD-Veröffentlichungen
Die deutschsprachige Erstveröffentlichung auf DVD aus dem Jahr 2004 enthÀlt jeweils eine deutsche und englische Tonspur in Dolby Digital 5.1, Untertitel in beiden Sprachen, einen Audiokommentar von Regisseur Boyle und Drehbuchautor Garland, ein Making-of und das alternative Ende sowie einige weitere Featurettes.
Fortsetzungen
⹠Am 30. August 2007 startete die Fortsetzung 28 Weeks Later in den deutschen, einen Tag spÀter in den österreichischen Kinos.
âą Garland erklĂ€rte in einem Interview im Oktober 2010, dass ein dritter Teil aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Rechteinhabern unwahrscheinlich ist.cite-ref-worst-previews-21-0[21] Im Januar 2024 wurde jedoch bekannt, dass an einem dritten Teil namens 28 Years Later gearbeitet werde, der den Auftakt einer Trilogie bilden soll, an der Boyle und Garland maĂgeblich beteiligt sind.cite-ref-22[22] Der Film wurde im Juni 2025 veröffentlicht.
âą Unter der Regie von Nia DaCosta entstand mit 28 Years Later: The Bone Temple eine weitere FortfĂŒhrung, deren Erscheinen fĂŒr den Januar 2026 angekĂŒndigt ist.cite-ref-23[23]
âą Der Verlag Fox Atomic Comics veröffentlichte unter dem Titel 28 Days Later: The Aftermath ein Graphic Novel von Steve Niles, der in Deutschland beim Cross Cult Verlag unter dem Titel â28 Days Later: Die Zeit danachâ erschienen ist.
Weblinks
Commons
: 28 Days Later
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Offizielle Website zum Film. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. Juni 2012; abgerufen am 9. Januar 2016 (englisch).
âą 28 Days Later bei IMDb
âą 28 Days Later bei Rotten Tomatoes (englisch)
âą Rezension von Ulrich Behrens bei follow-me-now.de
âą Rezension von Carsten Henkelmann bei senseofview.de
âą Rezension von Carsten Baumgardt bei filmstarts.de
Einzelnachweise
cite-note-fsk-11. Freigabebescheinigung fĂŒr 28 Days Later. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2003 (PDF; PrĂŒfÂnummer: 93 145 K).
cite-note-jmk-22. Alterskennzeichnung fĂŒr 28 Days Later. JugendmedienÂkommission.
cite-note-33. â 28 Tage spĂ€ter. In: reference-global.com. 27. August 2009, S. artechock.de, abgerufen am 23. November 2011.
cite-note-44. â imdb.de: Starttermine fĂŒr 28 Tage spĂ€ter (2002). 23. MĂ€rz 2002, abgerufen am 23. November 2011.
cite-note-55. â filmspiegel.de: 28 Tage spĂ€ter (28 Days later). 11. Juli 2009, abgerufen am 23. November 2011.
cite-note-66. â bereitsgesehen.de: 28 Tage spĂ€ter. 11. September 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. November 2011; abgerufen am 23. November 2011.
cite-note-77. â videoload.de: 28 Tage spĂ€ter. 11. September 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 14. MĂ€rz 2013; abgerufen am 23. November 2011.
cite-note-99. â More Filming News 30/10/02. In: Tony Bianchi Aviation. 30. Oktober 2002, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 30. Dezember 2012; abgerufen am 9. Januar 2016 (englisch).
cite-note-1010. â Plotting alternative film endings. 15. August 2003, abgerufen am 25. August 2009 (englisch).
cite-note-1111. â Jens Lubbadeh: â28 Weeks Laterâ â Wut im Kopf. 30. August 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 5. April 2010; abgerufen am 25. August 2009.
cite-note-1212. â Mark Kermode: A capital place for panic attacks. 6. Mai 2007, abgerufen am 25. August 2009 (englisch).
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cite-note-rotten-tomatoes-153. 28 Days Later. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 240 Kritiken).
cite-note-metacritic-164. 28 Days Later. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 39 Kritiken).
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